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Das Forschungsprojekt E-Valuate hat von Januar 2023 bis Dezember 2025 untersucht, wie die Bundesministerien staatliche Maßnahmen wirkungsorientiert umsetzen können. Das Projekt war Teil der Digitalstrategie der Bundesregierung und wurde vom Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) gefördert. Wir haben sechs Digitalprojekte der Bundesregierung bei ihrer strategischen Ausrichtung auf den messbaren Mehrwert für die Menschen und Unternehmen im Land begleitet (Civic Coding, Aufbau Dateninstitut, Ökosystem für Mobilitätsdaten, umwelt.info, MISSION KI und YouCodeGirls). Im Projekt haben wir einen Praxisleitfaden für wirkungsorientiertes Arbeiten, sieben Studien und Policy Paper und zahlreiche Workingpaper und Medienbeiträge veröffentlicht. Außerdem haben wir ein Indikatorenset zur Messbarmachung von Digitalstrategien entwickelt und Netzwerke für einen wirkungsorientierten Staat etabliert. Der Abschlussbericht erscheint 2026.
Abbildung: IOOI-Wirkungsmodell des E-Valuate-Projekts

Digitalisierung messbar machen. Ansätze und Indikatoren für Politik und Verwaltung.
Dr. Vivien Benert, Felizia von Schweinitz, Dr. Manuel Reppmann, Prof. Dr. Laura Marie Edinger-Schons
Ansehen

Digitalisierung messbar machen: Ein anwendungsorientierter Indikatorenkatalog für Politik und Verwaltung.
Dr. Vivien Benert, Benedikt Göller
Ansehen

Klare Ziele, messbare Wirkung. Der neue Koalitionsvertrag muss wirkungsorientiert sein.
Dr. Vivien Benert, Benedikt Göller
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Reform wider die Verhältnisse. Wie der Start des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung gelingen kann.
Dr. Julia Borggräfe, Benedikt Göller
Ansehen

Übersicht: Wirksame Digitalpolitik braucht messbare Ziele und Indikatoren
Dr. Vivien Benert
Ansehen

Daten für die digitale Transformation. Wirksame Digitalpolitik braucht messbare Ziele und Indikatoren.
Dr. Vivien Benert, Benedikt Göller
Ansehen

Der Lernende Staat mit Wirkung gestalten, am Beispiel der Digitalstrategie der Bundesregierung.
Benedikt Göller
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Interview mit Dr. Sebastian Muschter.
Benedikt Göller
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Methoden und internationale Gute Praktiken der Wirkungsmessung.
Dr. Andreas Obser
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Wirkungsorientierung – entscheidender Hebel für eine erfolgreiche Verwaltungsdigitalisierung?
Benedikt Göller
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Wirkungsorientierung als Weg zu echten Digitalstrategien der Bundesregierung.
Benedikt Göller
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Wirkungsorientierung im Alltag von Verwaltungsmitarbeitenden: Ergebnisse aus einer quantitativen Onlinebefragung und Reallaboren.
Dr. Vivien Benert
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Wirkungsorientierung in der Ministerialverwaltung verstehen und umsetzen.
Dr. Vivien Benert, Benedikt Göller
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Staatliches Handeln hat immer eine Wirkung auf die Menschen und Unternehmen im Land. Wenn ein Nichtraucher-Gesetz beschlossen wird, müssen Raucher:innen ihr Verhalten anpassen. Dennoch ist nicht jede staatliche Handlung per se wirkungsorientiert. Wirkungsorientierung bezeichnet die konsequente und bewusste Ausrichtung von staatlichen Maßnahmen (also von Gesetzen, Fördervorhaben, Subventionen, IT-Projekten, Informationskampagnen etc.) auf den gewünschten Effekt für eine Zielgruppe.
Wenn die Bundesministerien wirkungsorientiert arbeiten, beantworten sie die Fragen welches Wirkungsziel sie für welche Zielgruppe bis wann erreichen möchten und woran sie später messen, ob es ihnen gelungen ist. Oder anders gesagt: Wirkungsorientierte Bundesministerien lernen kontinuierlich, ob sie das Richtige tun und ob sie das, was sie tun auch richtig machen.
Die vier zentralen Erkenntnisse des E-Valuate-Projekts haben wir bei der Abschlussveranstaltung am Donnerstag, 06. November 2025 in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt.
Wirkungsziele: Staatliche Digitalstrategien geben in den meisten Fällen keine klare Priorität und Zielrichtung vor. Ziele sind zu schwammig beschrieben. Das bedeutet: Die Zielgruppe ist unklar, der Zeitraum bis zur Zielerreichung wird nicht genannt und die Beschreibung, wie die Zukunft aussehen soll fehlt. Was außerdem so gut wie nie genannt wird sind die Indikatoren mit denen man in Zukunft messen möchte, ob das Ziel erreicht wurde oder nicht.
Wenn in staatlichen Strategien messbare Ziele beschrieben werden, beziehen sich diese im Regelfall auf Input oder Output. Ein-Input-Ziel wäre beispielsweise: Wir legen ein Förderprogramm in Höhe von 10 mio. Euro auf. Ein Output-Ziel wäre: Wir schaffen eine „Plattform für Gesundheitsdaten“.
Wenn Ziele nicht als Wirkungsziele beschrieben sind, führt das bei der Umsetzung von Maßnahmen dauerhaft zu Problemen, weil die Richtung nicht eindeutig ist und man nicht messen kann, ob man ein Ziel erreicht hat oder nicht. Ein Wirkungsziel wäre beispielsweise: „90 % der Unternehmen schaffen durch KI-Anwendungen eine 10% schnellere Bearbeitung ihrer administrativen Vorgänge als im Jahr 2024“.
Maßnahme ≠Maßnahme: Staatliche Digitalstrategien werden in der Regel mit Maßnahmen zur Umsetzung unterlegt. Der Begriff Maßnahme ist jedoch nicht definiert. Das bedeutet, dass eine Maßnahme vom Gesetzgebungsvorhaben, über die Schaffung einer Förderrichtlinie, der Entwicklung eines IT-Vorhabens, dem Schreiben einer Strategie, einem Pilotprojekt, Leuchtturmprojekt, Hebelprojekt, Durchbruchsprojekt oder einer Mission, alles sein kann. Das Problem zeigt sich bei der strategischen Steuerung der Maßnahmen. Diese ist nur möglich, wenn jede Maßnahmenart ein spezifisches Wirkungsmonitoring nutzt. Ein generisches Monitoring von Meilensteinen hat kaum Mehrwert für eine strategische Steuerung.
Daten, Daten, Daten: Unsere quantitativen Onlinebefragungen im Frühjahr 2024 und 2025 unter Mitarbeitenden in Bundesministerien zeigen: 75 % erheben bereits Daten, um die Wirkungen von Projekten oder Maßnahmen zu prüfen, doch nur etwa 50 % verfügen über klare Kennzahlen bzw. Indikatoren, die tatsächlich Auskunft über das Erreichen der Ziele geben. Wirkungsorientiertes Arbeiten braucht Daten in allen Projektphasen – von der Planung mit messbaren Wirkungszielen über kontinuierliches Monitoring bis zur abschließenden, wissenschaftlichen Evaluation. In der Praxis hemmen jedoch fehlende personelle, zeitliche und finanzielle Ressourcen, unzureichende technische Voraussetzungen (z. B. für interministeriellen Datenaustausch) sowie mangelndes Know-how die systematische Nutzung von Daten. In sechs Pilotprojekten haben wir daher Wirkungsmodelle entwickelt und Indikatoren definiert; das Team von Civic Coding arbeitet zusätzlich mit Objectives & Key Results (OKR). Laufende Evaluationen und Nutzerfeedback – u. a. bei YouCodeGirls, umwelt.info, MISSION KI und dem Ökosystem für Mobilitätsdaten – verbessern die Produkte fortlaufend und schärfen den Fokus auf messbare Wirkungen.
Transparenz: Wirkungsorientierung lebt vom Lernen aus Ergebnissen und dafür müssen Resultate veröffentlicht werden, idealerweise inklusive Wirkungszielen und Projektfortschritten auf einer Website. Diese Offenheit stärkt nicht nur die Wirkungsorientierung, sondern auch das Vertrauen der Bürger:innen. Gefordert ist deshalb eine reifere Fehlerkultur und eine kluge Balance aus interner und externer Transparenz. Erfahrungen aus dem Beirat der Digitalstrategie und der interministeriellen Arbeitsgruppe zur Digitalstrategie zeigen, wie wertvoll ministeriumsübergreifender Austausch über Fortschritte, Best Practices, Probleme und Lösungswege ist. Diese Transparenz sollte durch das ministeriumsinterne Teilen von Evaluationsergebnissen verstetigt werden.
Hier zum Nachschauen und downloaden:
Für die Abschlussveranstaltung haben wir einen Gallery-Walk organisiert. Die Pilotprojekte haben ihre Erkenntnisse aus der Zusammenarbeit mit E-Valuate vorgestellt. Zentrale Ergebnisse aus dem E-Valuate-Projekt haben wir als Poster aufbereitet.
Der Abschlussbericht des Projekts erscheint 2026
Die politische Leitung eines Ministeriums sollte sich so früh wie möglich mit den Expertinnen aus dem Haus und zentralen Stakeholdern zusammensetzen, um klare Wirkungsziele inklusive messbaren Indikatoren zu formulieren.
Der Umsetzungsstand der Zielerreichung muss auf Basis empirischer Daten regelmäßig überprüft und transparent gemacht werden. Das kann ein einfaches Wirkungsmonitoring auf einer Ministeriums-Homepage sein, die viertjährlich aktualisiert wird.
Es braucht eine strategische Steuerung in der Bundesregierung und ein datenbasiertes Portfoliomanagement für die Umsetzung von staatlichen Maßnahmen – über alle Bundesministerien hinweg. Hierfür braucht es für alle Ministerien einheitliche Standards und Tools die eine Verknüpfung von Zielen, Maßnahmen und Ausgaben ermöglichen.
Es braucht in-house Beratung für wirkungsorientiertes und datenbasiertes Arbeiten in den Bundesministerien. Die Beschäftigten müssen dabei unterstützt werden, wirkungsorientiert zu arbeiten. Hierfür könnten die Datenlabore in den Bundesministerien ausgebaut werden, um in die Häuser zu wirken. Auch die Stabstelle Ziel- und Wirkungssteuerung beim Minister im BMDS könnte auf die ganze Bundesregierung ausstrahlen. Daneben braucht es Schulungen zu Wirkungsorientierung für alle Beschäftigten in den Bundesministerien. Das könnte beispielsweise auf Grundlage unseres Praxisleitfadens für wirkungsorientiertes Arbeiten erfolgen. Daneben müsste Wirkungsorientierung in der Ausbildung für den öffentlichen Dienst verankert werden.
Die Umsetzung von staatlichen Maßnahmen muss einfacher werden. Es geht darum Komplexität abzubauen, statt neue Bürokratie aufzubauen. Die Bundesministerien müssen sich auf die wichtigen Aufgaben fokussieren. Wirkungsorientierung beinhaltet immer die Gefahr selbst zur Bürokratie zu werden. Das lässt sich nur mit einem Lernprozess verhindern, der auch die Mehrwerte der Wirkungsorientierung selbst kontinuierlich hinterfragt und darauf reduziert, was belegbare Mehrwert bringt und was nicht.
Bei der E-Valuate-Abschlussveranstaltung am 6. November 2025 waren 130 Personen aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung Zivilgesellschaft und Wissenschaft dabei. Wie sich die Empfehlungen des E-Valuate Projekts umsetzen lassen, hat ein Panel mit
diskutiert und wurde dabei großartig moderiert von Dr. Dorit Bosch vom Let’s Staat Podcast.
Von März 2024 bis Dezember 2025 haben wir eng mit sechs Digitalprojekten der Bundesregierung zusammengearbeitet. Ziel der Zusammenarbeit war es, einen Vertrauensraum zu schaffen, um in einen ehrlichen und konstruktiven Austausch zur Wirkung der Maßnahmen kommen.
Die Auswahl der Pilotprojekte erfolgte in einem offenen Verfahren mit allen knapp 180 Maßnahmen der Digitalstrategie der Bundesregierung. Zahlreiche Maßnahmenteams haben Interesse an einem zweistündigen Wirkungsworkshops bekundet. Nach diesem Workshop konnte sowohl das E-Valuate-Team als auch die Maßnahmen prüfen, ob sie als Pilotprojekt an E-Valuate teilnehmen. Die finalen sechs Maßnahmenteams decken eine breite Varianz staatlicher Digitalisierungsvorhaben ab – vom Fördermittelprojekt bis zum IT-Entwicklungsprojekt, vom Umsetzungsschwerpunkten im Ministerium, dem nachgeordneten Bereich bis zum Fördermittelnehmer.
Wir haben mit allen sechs Teams einen Analyseworkshop durchgeführt und ein Wirkungsmodell für die Maßnahme erstellt. Im darauffolgenden Datenworkshop haben wir mit dem jeweiligen Maßnahmenteam diskutiert, welche Indikatoren und Daten notwendig sind, um die Wirkung der Maßnahme in Form eines Monitorings während der Umsetzung und einer Evaluation nach Abschluss der Maßnahme messbar zu machen. Bei einem ganztägigen Abschlussworkshop, den wir gemeinsam mit allen sechs Maßnahmenteams am 5. Dezember 2024 in Berlin durchgeführt haben, hatten die Maßnahmenteams die Möglichkeit sich untereinander zu vernetzen und zu überlegen, wie sie die Arbeitsweisen für Wirkungsorientierung nachhaltig in ihrem jeweiligen Kontext verankern können. Wir haben mit allen Pilotprojekten monatliche Check-Ins durchgeführt, um ihren Lernprozess zu begleiten.
Die Erkenntnisse aus der Zusammenarbeit sind in unsere Publikationen und Produkte eingeflossen. So konnten wir nicht nur theoretische Grundlagen schaffen, sondern mit praxisnahen Beispielen zeigen, wie Bundesministerien ihre Maßnahmen strategisch wirkungsorientiert ausrichten können.
Civic Coding hat das Ziel, KI-Anwendungen sozialer, nachhaltiger und partizipativer zu gestalten. Dazu fördert das Projekt gemeinwohlorientierte KI in den Bereichen Gesellschaft und Umwelt. Der Ansatz beruht auf der Vernetzung und dem Aufbau von Communities, die in der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz aktiv sind. Weiterhin werden die Kompetenzen in der Zivilgesellschaft gestärkt. Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung.
Download Poster Civic Coding Abschlussveranstaltung 06. November 25
MISSION KI ist die nationale Initiative für Künstliche Intelligenz und Datenökonomie und wird vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr gefördert. Ziel ist es, die digitale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu stärken. Dazu adressiert die Initiative die Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz in der Breite, indem sie die Datenbasis für KI-Innovationen verbreitet und die Entwicklung vertrauenswürdiger, marktfähiger KI-Anwendungen fördert. MISSION KI wird von acatech – der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften umgesetzt und vom Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung gefördert.
Download Präsentation MISSION KI Abschlussveranstaltung 06. November 25
Die Plattform umwelt.info macht umweltrelevante Informationen frei zugänglich, valide und transparent. Interessierte Nutzer:innen erhalten verständliche und zugleich wissenschaftlich fundierte Antworten auf ihre Fragen zu Umwelt- und Naturschutzthemen. Auf der Plattform werden auch Informationsmaterialien wie Podcasts, Artikel und Infografiken angeboten. Das Projekt wird vom Umweltbundesamt umgesetzt.
Download Poster umwelt.info Abschlussveranstaltung 06. November 25
Das Dateninstitut soll die zentrale Anlaufstelle für Datenwirtschaft und Datenökosysteme in Deutschland werden. Es bündelt ganzheitlich und interdisziplinär Expertise und stellt Methodenkompetenz und Lösungen praxisnah zur Verfügung. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Inneres dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie durchgeführt.
Im Ökosystem für Mobilitätsdaten werden die beiden Projekte Mobility Data Space und Mobilithek miteinander verknüpft. Ziel ist es, dass Mobilitätsdaten übergreifend abrufbar sind, um eine digitale Verkehrsplanung vom Start bis zum Ziel zu ermöglichen. Das Projekt wird von acatech – der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften und dem Bundesministerium für Verkehr umgesetzt.
Download Poster Ökosystem für Mobilitätsdaten Abschlussveranstaltung 06. November 25
Die Initiative YouCodeGirls arbeitet daran, Mädchen und junge Frauen für Coding und KI zu begeistern. Sie bündelt und ergänzt bestehende Angebote. Für das Projekt ist das Forschungsinstitut Bildung Digital (FoBiD) an der Universität des Saarlandes gemeinsam mit der Didactic Innovations GmbH sowie dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) verantwortlich. Die Initiative wird vom Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung sowie vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.
Download PosterYouCodeGirls Abschlussveranstaltung 06. November 25
Für das Jahr 2024 hat sich der Beirat der Digitalstrategie die Arbeitsagenda gegeben, die 19 Leuchtturmprojekte der Bundesregierung miteinander zu vernetzen und ihnen dafür einen geschützten Raum für Austausch und Kollaboration zu bieten. Für dieses Vorhaben wurde der Beirat vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) und der DigitalService des Bundes GmbH unterstützt.
Die Begleitung der Pilotprojekte erfolgte in fünf inhaltlichen Clustern:
Das Cluster Wirkungsorientierung mit drei Leuchtturmprojekten wurde durch das E-Valuate-Projekt betreut. In gemeinsamen Workshops am 21.06., 04.07., 13.09., 01.10 und 15.11.2024 wurden mit den Projekten Impulse entwickelt, um Wirkungsorientierung in der Umsetzung zu verankern und hierbei voneinander zu lernen.
Die Inhalte zu Wirkungsorientierung im Abschlussbericht von Beirat und DigitalService wurden vom E-Valuate-Projektteam verfasst.
Der Erfolg von E-Valuate war nur durch das großartige Projektteam möglich. Das sind (in chronologischer Reihenfolge):
Während der Projektlaufzeit sind zahlreiche Arbeitshilfen und Templates zum wirkungsorientierten Arbeiten entstanden. Alle Produkte aus dem E-Valuate-Projekt sind mit freier Lizenz veröffentlicht (CC BY-SA). Sie können geteilt und bearbeitet werden, wenn E-Valuate als Urheber genannt wird und das neue Werk ebenfalls unter CC BY-SA-Lizenz veröffentlicht wird.
Der Leitfaden bietet eine wissenschaftliche und zugleich anwendungsorientierte Einführung in das Konzept und die Umsetzung von Wirkungsorientierung unter besonderer Berücksichtigung der
Arbeitsbedingungen in der Ministerialverwaltung. Er soll vor allem Menschen in der Ministerialverwaltung unterstützen, wirkungsorientierte Projekte durchzuführen.
Impact Evaluator-GPT
Der Impact Evaluator-GPT ist ein spezialisierter GPT (also eine angepasste Version von ChatGPT), der darauf ausgelegt ist, bei der Wirkungsanalyse politischer Projekte zu unterstützen. Er kann dabei helfen, überprüfbare Indikatoren auf Impact-, Outcome- und Output-Ebene zu formulieren, geeignete Datenerhebungsverfahren vorzuschlagen und bestehende Datenquellen zu identifizieren.
Wirkungsziele-Ampel-Template
Dieses Template unterstützt dabei gute Wirkungsziele zu formulieren und die zentralen Aspekte Zeitpunkt, Zielgruppe, Zustand und Zielerreichung anhand einer einfachen Ampel-Logik zu bewerten.
Input-Output-Outcome-Impact-Modell (IOOI)
Dieses Template dient dazu, ein einfaches Wirkungsmodell aufzustellen. In der Planungsphase hilft es, sich über die verschiedenen Ziele und Zielebenen sowie die Wirkungszusammenhänge klar zu werden. Es kann aber auch zu einem späteren Zeitpunkt im Projektverlauf aufgestellt werden. Wir empfehlen bei der Erarbeitung eines IOOI-Modells mit dem Impact, also der zu erzielenden Wirkung, zu beginnen (Impact zu Input). Nachdem das Modell erstellt ist, kann es in einen kausalen Zusammenhang übertragen werden (Input zu Impact).
Entscheidungsbaum zur Datenerhebung
Du bist auf der Suche nach den richtigen Daten und deren Erhebungsmethode für die Wirkungsanalyse? Unser Entscheidungsbaum bietet eine umfassende Übersicht und Hilfestellung, um schnell Klarheit über die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zu erhalten.
Template Entscheidungsbaum (PDF-Download)
Indikatoren für Digitalstrategien
Katalog mit Beispielindikatoren, um Ziele in Digitalstrategien messbar zu machen. Veröffentlicht im August 2025.
Indikatoren für Digitalstrategien (Excel-Download)
Template für Indikatoren
Nach dem Aufstellen des Wirkungsmodells hilft diese Arbeitsvorlage, die Indikatoren für die Wirkungsanalyse darzustellen. Die Vorlage dient dazu, bereits zu Projektbeginn einen Überblick über die zu erhebenden und zu nutzenden Daten zu bekommen, damit später im Projektverlauf nichts vergessen wird und die Erhebungen eingeplant und rechtzeitig angegangen werden.
Fischgrätendiagramm
Wirkungsziele sind nur so gut wie die Analyse des Problems, das es zu lösen gilt. Die Problem- und Zielgruppenanalyse hilft dabei, das Wirkungsziel besser zu verstehen.
Objectives-and-Key-Results (OKR)
OKR ist eine in der Wirtschaft etablierte Methode für Wirkungsorientierung bei der Umsetzung von Maßnahmen. Objectives sind Etappenziele auf dem Weg zum strategischen Ziel. Diese Objectives werden durch einzelne Key Results messbar gemacht. Das leicht zugängliche Rahmenwerk ist eine geeignete Hilfe, um die Ziele zu erreichen.
Gemeinsam mit tollen Partnern haben wir im E-Valuate-Projekt drei communities betreut. Zwei davon haben wir initiiert, nämlich das Forum OKR und die Community Wirkungsvolle Verwaltung. Das European Policy Data Science Network haben wir fortgeführt.
Das Forum OKR ist ein Vertrauensraum, der allen Menschen aus der öffentlichen Verwaltung offen steht. Es bietet einen geschützten Raum, um sich über wirkungsorientiertes Arbeiten, speziell mit der Methode Objectives & Key Results (OKR), auszutauschen. Ziel ist es behörden- und hierarchieübergreifend voneinander und miteinander zu lernen und sich zu vernetzen. Die Community trifft sich circa alle drei Monate vor Ort bei einer Behörde, meistens in Berlin. Auf der Mailingliste sind (Stand 01/26) circa 400 Personen – von Bundesministerium bis Kommune – vertreten. Im Januar 2026 fand das achte Treffen der Community statt. Das Forum OKR wurde von Patrick Jeschke vom Cyber Innovation Hub der Bundeswehr (CIHBw) und Benedikt Göller (Projektleiter E-Valuate) initiiert.
Die Community Wirkungsvolle Verwaltung soll Menschen in der Verwaltung dabei unterstützen, wirkungsvollere Strategien im öffentlichen Sektor zu entwickeln und umzusetzen. Hierfür vernetzen wir Praktiker:innen um voneinander und miteinander bei der Strategieerstellung, -Operationalisierung und -Umsetzung zu lernen. Immer mit dem Ziel echte Wirkung für die Menschen im Land zu erzielen. Wir treffen uns circa vier Mal im Jahr online. Bei den Treffen berichten wir gegenseitig aus Projekten, stellen Werkzeuge vor oder lernen gemeinsam mit externen Experten. Die Community wurde von Laura Kromminga (PD – Partnerschaft Deutschland), Jennifer Runte (Freie und Hansestadt Hamburg) und Benedikt Göller (Projekteliter E-Valuate) initiiert. Im Januar 2026 sind über 100 Personen in der Community Wirkungsvolle Verwaltung organisiert.
Das „European Policy Data Science Network“ verbindet alle, die in der öffentlichen Verwaltung und in gemeinnützigen Organisationen Data Science, Machine Learning und KI nutzen, um Policy Themen zu untersuchen oder Politik daten- und evidenzbasiert zu gestalten. Denn: Data Science ist ein wesentliches Instrument zum Verständnis und zur Unterstützung der Politikgestaltung im 21. Jahrhundert. Während der Privatsektor zunehmend in Datenkompetenzen investiert, fehlt es Regierungen, Think Tanks und NGOs an Vernetzungsmöglichkeiten für diejenigen, die mit datengetriebenen Methoden an politischen Themen arbeiten, um Best Practices und Wissen auszutauschen. In regelmäßigen digitalen Meetings berichten die Teilnehmenden von ihren Erfahrungen mit Data Science im politischen Kontext und lernen voneinander. Hier könnt ihr euch in den Email-Verteiler des EPDSN eintragen.
23.10.2025: Mitschnitt des Online-Events „Digitalisierung messbar machen“, in dem Benedikt Göller (in Vertretung für Vivien Benert, die kurzfristig verhindert war) und Felizia von Schweinitz von der Universität Hamburg unsere gleichnamige Studie vorstellen. Die zugehörigen Präsentationsfolien finden sich hier: Digitalisierung messbar machen – Präsentationsfolien der Studienvorstellung am 23.10.2025
10.07.2025: Impulsvortrag und Paneldiskussion zum Thema: Wirkungsorientierung für erfolgreiche Verwaltungsdigitalisierung am Beispiel der Digitalstrategie des Bundes
28.05.2025: Digitalmesse re:publica 25. Vortrag: Wie wird Politik wirksam? Aus der Digitalstrategie der Bundesregierung lernen
25.04.2023: Veranstaltung des BMDV als Statusupdate zur Digitalstrategie der Bundesregierung
„So kommen Behörden zu Zielen und Wirkung“ | Zeitschrift Innovative Verwaltung am 09.12.2025 (€)
„Das crazy! Warum sich junge Menschen dafür interessieren (sollten) wie Verwaltung funktioniert“ | Tagesspiegel Background Newsletter am 30.10.2025 (€)
„Wie staatliche Maßnahmen Wirksamkeit zeigen“ | Let’s Staat Podcast am 22.08.2025
„Verwaltungsdigitalisierung durch Wirkungsorientierung“ | Behörden Spiegel am 02.07.2025
„Wie der Start des Digitalministeriums gelingen soll“ | Handelsblatt am 16.06.2025
„OKR in der öffentlichen Verwaltung“ | eGovernment Podcast am 15.01.2025
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